• Besucher haben eine exponentielle Basis

    Letzte Woche habe ich mir Gedanken über Marketing, Markethingmethoden und dem damit zusammenhängendem Besucheraufkommen auf Webseiten gemacht.

    Was ich herausgefunden habe war recht interessant. Ohne es statistisch belegen zu können, so bin ich mir doch sehr sicher, dass ein Besucheraufkommen immer auf eine exponentielle mathematische Funktion zurückzuführen ist - natürlich nicht andauernd dieselbe, aber doch annähernd. Wichtig ist, dass sich mein Bericht nur auf stetige Funktionen beziehen kann, da mathematische Definitionslücken nur bei Seiten auftreten, deren Besucheraufkommen sich 0 annähert. Wenn eine Webseite startet wird sie meist zu allererst in Foren oder durch Mundpropaganda bekannt gemacht. Natürlich kommt es auch nicht selten vor, dass direkt zu Beginn entsprechendes Marketing betrieben wird.

    Unabhängig von der Größe der Werbung beobachtet man aber im Normalfall einen mal mehr, mal weniger starken exponentiellen Anstieg. Die Menschen wissen noch nicht was genau sie erwartet, also wird die Webseite besucht, ob gut oder nicht. Das führt dazu, dass eine startende Webseite zumeist immer ähnlich folgendem Graphen Besucher aufweisen kann:

    Diagramm : StartWie man sieht erreichen die Besucher irgendwann einen gewissen Extrempunkt als Hochpunkt. An dieser Stelle fällt die Besucherzahl auf ein gewisses Level und, je nach Wirkung kommt danach eine Welle mit Hoch- und Tiefpunkten (Blogberichte, Webnews, etc.).

    Den folgenden Ablauf nenne ich nun einfach mal die Zeit, in der Besucher begründet kommen (sie kennen die Seite schon, die Seite wurde weiterempfohlen, die Seite wurde per Suchmaschine gefunden). In dieser Zeit variiert die Statistik stark. Im Normalfall lässt sie sich aber durch beschränktes, fallendes Wachstum beschreiben.

    Kurze Erklärung: Beschränktes Wachstum ist in der Mathematik ein Wachstum mit einer Grenze. Das heißt, wenn ein Verkäufer 40k Fernsehgeräte hat, es im Verkaufsgebiet aber nur 30k potentielle Käufer gibt, so ist die Schranke (Grenze) bei 30k. Das heißt ab 30k wirkt das Schaubild gleichbleibend.

    Logischerweise heißt das nicht, dass jede Seite nach dem Start ca. dieselbe Anzahl an Besuchern hat. Jede Seite nähert sich besuchermäßig immer mehr seiner eigenen Schranke zu, Diagramm Schrankez.B. 2000 User / Tag. Man erkennt diese Schranken sehr gut, wenn man durch einen Statistik-Analyzer sowieso schon ein Schaubild hat (z.B. Google Analytics).
    Bei der benannten Schranke ist damit zu rechnen, dass zwischen 1500-2500 Besucher am Tag in der Statistik erscheinen, auf die Woche verteilt ca. 2000 im Durchschnitt. In diesem Fall sieht das Schaubild dem rechten Bild sehr ähnlich.

    Rezession ohne Rückkehr

    Webseiten hingegen, die ziemlich wenige Besucher haben, weil der Erfolg vergebens auf sich warten lässt oder etwa weil man sich ein wenig nachgefragtes Nischengebiet rausgesucht hat, haben meist ein ziemlich einseitiges Schaubild (siehe links). Nach der Rezession folgt kein Aufschwung mehr und die Besucherzahl schwebt irgendwo in der Nähe der x-Achse.

    Diese Auswertung konnte sich bisher in allen meinen Projekten wiederfinden. Was mir besonders aufgefallen ist, ist jedoch, dass Blogs manchmal komplett vom exponentiellen Wachstum / Zerfall abweichen und lieber das lineare Wachstum “bevorzugen”. Das führe ich auf eine relativ gleichbleibende Anzahl von neuen Stammnutzern zurück, gerade bei größeren Blogs. Aber auch hier wird früher oder später die Schranke sichtbar.

    Wer also gerade eine Webseite eröffnet hat, kann sich getrost an meinen Schaubildern orientieren. Wenn es jemanden gibt, der sich mit den Aussagen und Auswertungen überhaupt nicht bestätigt fühlt, würde ich mich über einen Kommentar freuen mit entsprechenden Informationen und Fakten.


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